innside of life

innside out

hiermit reaktiviere ich offiziell unseren blog, meine lieben innsider! das t-shirt geht wieder auf weltreise...ein zweiter schlafsack ist übrigens auch mit im gepäck. will heißen: you're welcome in london! big kisses, bisous & besitos, vera

17.9.08 01:17, kommentieren

Kamerun kann kommen- oder ist schon da!

Babes, I miss you like hell. Aber ansonsten geht's mir jut, hier in Kamerun.

Der Abschied in Lomé ist mir ziemlich schwergefallen. Die Togoer sind schon ein tolles Völkchen.Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich im April nur für zwei Tage zurückgehe mach Lomé, um von dort meinen Flug nach München anzutreten. Aber dann, finally, kann ich Euch wieder in meine Arme schießen. Ich werde schon ganz sentimental bei dem Gedanken...

Ich bin in Baffoussam stationiert. Einem Drecksloch in der Provinz. Hier herrscht die Saison des Harmattans, dass sind Sandwinde, die die ganze Landschaft verdrecken. Ist wie afrikanischer Staubschnee. Und dadurch ist es hier richtig kalt, manchmal. Kälter als ich je gedacht hätte. Das sind ganz heimatliche alt- neue Erfahrungen: Nachts unter die Decke kuscheln, warm duschen, und Jeans!!! Natürlich passe ich in meine mitgebrachte nicht mehr rein, aber bin seit ein paar Tagen stolze Besitzerin einer knackigen perfekt gefälschten Hose. Ich will meinen afrikanischen Hintern aber sowieso bald wieder loswerden. Verachen, alles Brigitte, oder was? Ich in jedenfalls dabei. Das Fiese ist, dass mich das Alter schon einholt, so scheint es. Ich futter längst nicht mehr die Mengen, die ich in passau manchmal verdrückte, aber das Bäuchlein rundet sich zunehmend und zwar ohne Schokobaby. Tut mir leid, Caro.

Muss ich wohl aufs tolle Obst zurückgreifen: es ist bald Mangosaison!!! Wir leben hier in der fruchtbarsten Agrarregion in ganz Kamerun, die ganz Zentralafrika beliefert. 

Doch, es lebt sich gut in Kamerun mit einem Praktikantengehalt der GTZ. Auch wenn ich eine gute Summe davon schon aug meiner Ghanareise verprasst habe. Ich habe eine billige 3- Zimmerwohnung gefunden, die ich mit meiner Kollegin Madeleine teilen werde. Ein Bett habe ich mir von einem Kollegen gemietet.
Heute wurden wir bon einem Bürgermeister auf dem Dorf zum Essen eingeladen. Es gab furchtbar fettige Ziege (und zwar Teile, von denen ich nicht wissen will, was sie eigentlich waren), die ich mir mit guter Miene runtergewürgt habe und dann schnelle meinte, ich sei schon satt, und ganz leckeren Most, der aus einer Wurzel gewonnen wird. Den Afrikanern macht das nicht aus, aber ich war schon leicht angetrunken, beim nächsten Treffen....
Ist schon echt verrückt hier, manchmal. Heute haben wir außerdem einen Staudamm besichtigt und meiner Kollegin ist eine grüne Mamba vor die Füße gekrochen, hochgiftig. Die ist schreiend zur Seite gesprungen und die Schlange war gottseidank anscheinend nicht hungrig...
Mannomann, hier gibt's auch Vipern und Boas.  Ich denke lieber nicht daran und halte mich vom Gestrüpp fern...
Die Arbeit ist ziemlich anspruchsvoll und ich blicke durch die ganzen Stukturen nicht durch. Die Kollegen sind zwar nett und setzen mich auch nicht unter Druck, aber würden Eigeninitiative begrüßen. Ich merke nur aber, das mir die Grundlagen fehlen. Ich weiß nicht, was nun der Unterschied zwischen Dezentralisierung und Dekonzentration ist, oder  wie eine Mehrwert-oder Lohnsteuer berechnet wird. Da bringen mir meine lausigen 2 Semester Wirtschaft leider gar nichts, ne Mädels? Aber wenigstens motiviert mich das ein bisschen, nächstes Semester Gas zu geben. Mal sehen, wie lange das anhält.
Manchmal hätte ich gern eine versteckte Kamera, um Euch die ganzen Kuriositäten hier zu zeigen. Aber ich traue mich meistens nichtzu fotografieren. Die Leute möchten nicht, das ihre Armut portätiert wird und haben Angst, dass wir irgendwelche Fotokalender mit ihren Bildern in Europa vermarkten. Außerdem sind auch meine Kollegen total genervt von dem Bild von Afrika, wie es in Europa präsentiert wird. Ich habe noch keine hungernden Kinder gesehen. Es gibt ja auch nur in der Sahelzone wirklich Dürren. Aber man sieht schon manchmal schockierende Dinge. Die Geisteskranken laufen oft nackt durch die Straßen, völlig unbeachtet von den Mitmenschen...
Ich muss los, habe noch ein bisschen was vorzubereiten für morgen. Morgen ist Madeleine nicht mit dabei bei unserer Tour in zwei Kommunen und ich muss ihren Teil erklären. Das heißt die regionale Wirtschaftsentwicklung. Ich und Wirtschaft, Mascha und Zahlen:-)
 Es geht dabei aber auch um ganz banale Dinge, wie die Organisation der Märkte. Wir veranstalten zum Beispiel Seminare dazu, dass die Verkäufer gleicher Produkte am gleichen Marktplatz ihre Ware anbieten. Und nicht die Pestizide neben Ölen oder offenen Salzfässer lagern. Oder Lassen Klos bauen, oder Wasserleitungen legen, damit die hygienische Situation auf dem Markt verbessert wird. Alles mit dem Oberziel die Wirschaft anzukurbeln, damit die Gemeindeeinnahmen aus den Steuern zu erhöhen und somit die Armut in den Kommunen zu reduzieren. Denn durch die neuen Dezentralisierungsgesetze müssen die Kommunen selbstständiger ihre Finanzen verwalten und aufbringen, haben so aber auch mehr Macht gegenüber der Regierung. Nur, dass die Bürgermeister damit nichts anzufangen wissen. Deswegen organisieren wir Coachings, um zu klären, welche neuen Aufgaben das Personal bewältigen muss.
Ist eine tolle Arbeit. Nur die Erfolge kommen nur ganz langsam. Aber das ist wohl die sogenannte partizipative Entwicklung. Wenn wir einfach ein paar Tausend Euros spenden würden, würden die wohl im Sande versickern und die Verantwortlichen  würden nie lernen, wie sie sich selbst helfen können. Die GTZ arbeitet wie ein Beratungsunternehmen. Aberf was rede ich noch, sidn ja alles hochgebildetete Kuwinen, unter unsereins, wa? Wir machen keine Vorschläge, sondern analysieren gemeinsam mit den Bürgermeistern die speziellen Probleme und bieten dann unsere technische Hilfe an, keine Finanzielle. Ich bin eine kleine Jensine, auch wenn der das bestimmt um längen professioneller managen würde.
Ick muss jetze mal rübermachen, Schnicksis. Hier die Nummer für alle Fälle: 0037 74182811
Ick drücke Euch!!!

2 Kommentare 14.1.08 17:35, kommentieren

erste

im neuen jahr!!! wünsche euch allen natürlich nur das beste, tollste, schönste, bewegendste, erfüllendste...

und überhaupt: kommt einfach gesund & glücklich wieder zurück in die heimat!

in passau ist es noch gar nicht so kalt wie befürchtet. der inn fließt so malerisch wie erwartet vor meinem fenster. abends grüßen feierlich die fackeln vor dem innstegcafé. fast alles so wie früher. auch frau schwindel wird gelegentlich noch gesichtet. auf dem campus jedoch blicke ich in unbekannte gesichter. die erstsemester meines indokurses sind inzwischen auch schon im dritten. und die bachelor-leute werden im frühjahr alle fertig. frage: gehören wir nun zu den alten semestern?

was gibt es noch neues? nicht viel. die mensa versucht ihre attraktivität jetzt mit 1 euro-gerichten zu steigern. ich ahne: die werden auch nicht besser schmecken als der rest. demnächst kann man nur noch mit der mensacard kopieren. die kopierkarte könnt ihr also getrost im ausland verlieren. das beste: bayern ist nun auch rauchfreie zone. stinken war gestern.

eine kleine, traurige nachricht noch zum schluss: unser geliebter papierladen schließt am 15. januar.

vera, die in passau verbliebene 

1 Kommentar 3.1.08 13:45, kommentieren

die legende geht weiter

...leider ohne euch. nur damit uns hier niemand vorwirft, der informationsfluss stocke.

am samstag lokales erdbeben in der innstraße 13. ihr wisst, was das heißt...

1 Kommentar 5.12.07 11:01, kommentieren

dahoam is dahoam

mädels, die heimat hat mich wieder! die immergraue himmelsdecke, das gemeckere und gejammere an der u-bahn-station. das vollkornbrot und die ernste miene der mitmenschen - ich liebe es...dahoam is halt am scheensten!
endlich passt das wetter zum tee-trinken. in singapur habe ich ja extra die aircon auf volle pulle gedreht, um mich in herbststimmung zu versetzen. alles ist so normal, als wäre ich nie weg gewesen - nur, dass passau und karlsruhe jetzt in der gleichen zeitzone liegen, will mir noch nicht in den kopf.

und wie gehts euch so in der ferne? wollt ihr nicht spontan früher zurück kommen, damit ich nicht so einsam bin in passau? gibt auch bratäpfel und glühwein...angebot?

also, genießt das freie leben, wo immer ihr euch rumtreibt!

und leistet mir bald gesellschaft, ja?

vera

4 Kommentare 21.11.07 15:12, kommentieren

1 Kommentar 5.11.07 15:53, kommentieren


Hallo allerseits, meine lieben!!!
Wie geht´s und steht´s an den Orten, wo ihr euch rumtreibt??? Bei euch alles in Ordnung?
Bei mir ist alles in Butter, wenn auch nicht allererste Sahne.
So, aber ich will jetzt mal die schon lange angekündigten Nachrichten meinerseits an den Mann bringen.
Das ist halt manchmal nicht so einfach in Argentinien, da denkt man einmal, heute wird´s was und dann gibt es plötzlich wiet und breit kein Internet. Oder man hat eben beim Praktikum sooo viel um die Ohren, weil die Argentinier auch nicht besonders weit vorausplanen, und es dann eben viel Stress gibt. Naja.. so sind sie halt hier, die guten alten Argentinier, mit denen wir Deutschen immerhin schon 150 Jahre befreundet sind (siehe Foto mir Kate und Rune vorm verhüllten Obelisken).

Meine vorherrschenden Eindrücke hier sind geprägt von viel Ineffizenz, täglich langen Busfahrten in Schrottbussen, Massenalternativität (was heißen soll, dass hier irgendwie alle so krass alternativ sind, so dass man das gar nciht mehr so nennen kann), überall funktionsuntüchtigen Geräten und anderen Dingen und viel Arbeit.

Neben dem Münzmangel, denn ohne Münzen kann man nicht Bus fahren, ist der Verkehr das größte Problem der Bonairenses. Aber ich kann behaupten, schon Auto gefahren zu sein, sowie als Fußgänger bisher heil über die Straße gekommen zu sein, und hin und wieder in den richtigen Bus zu steigen. Das Gute ist, dass wenn man gar keinen Bock mehr hat, man ein Taxi nehmen kann und es echt billig ist. Taxis gibt es nur dann nicht, wenns regnet. Dann nehmen nämlich alle ein Taxi.
Wenn ich von meinem neuen Zuhause zur Arbeit fhare brauche ich manchmal 40 Minuten und manchmal eine 1 1/2 Stunde, das hängt davon ab, ob gerade ein normaler Bus (wo auch die Sitzplätze so inneffizient verteilt sind, dass man eigentlich fast nie nen Platz bekommt), ein semirapido (halbschnell) oder ein rapido (schnell) vorbeikommt. Schon witzig. Ich arbeite außerhalb von der Hauptstadt Buenos Aires, in der Provinz. Das heißt, ich kenne mich hier mittlerweile recht gut aus, da mein Arbeitsweg nciht der kürzeste ist.

Mein neues Zu hause ist echt hübsch. Ich ohne zwar in einer Garage, hab die aber gestrichen, es sollte eigetnlich altrosa werden, ist aber rosa geworden... das sieht ziemlich witzig aus, eine rosane Garage... mir wurde auch des öfteren gesgat, dass es keiner Garage ähnelt, worüber ch sehr froh bin. Naja.. und meine Garage gehört zu einem Haus,was in BsAs auch ziemlcih schwer zu finden ist, so ein echtes Haus... zwischen den ganzen mehrstöckigen Gebäuden und Hochhäusern. Ich wohne mit einem Irländer zusammen, der über 2 m groß ist und studoert oder arbeitet, habs nicht so reht verstanden, außerdem mit einem Franzosen, der Filmproduzent ist udn in der Werbung arbeitet, mit einer Argentinierin, die Kunstkritik macht und einem Kanadier, der an der UBA tudiert. Bei mir gibt es eine wunderschöne hellblaue Küche (wo ich mich der Herausforderung gestellt habe, den Gasherd alleine anzumachen.. das konnte ich bisher nicht), einen 2 m² großen Garten im Hof vor der Küche, eine Dachterrasse mit Grill und vielen Zimmern. Im Sommer ein echter Genuss da zu wohnen. WObei man sich auch hier sicher sein muss, dass immer irgendetwas nciht funktioniert..., Internet, Warmwasser, Steckdosen.... So ist es auch bei mir auf Arbeit und überall. Das ist halt Argentinien.. und ziemlich anstrengend...

Übrigens.. nicht wundern.. ich schreib euch keine Adresse von hier, weil POst hier nur allerseltenst ankommt. Viele Postboten haben Briefmarken- oder Postkartensammlungen.

In der letzten Woche gab es einen Feiertag. Da bin ich glatt mal zum ersten Mal verreist. Es ging in den Süden von Argentinien. Das ist echt eine zielich weite Strecke, auf dem Rückweg waren wir 1 1/2 Tage unterwegs... superanstrengend... wenn auch im Coche Cama, im 1. Klasse-Bus. Ich war zuerst mit einer Holländerin von meiner Arbeit und dann mit Lea, Kathis Mitbewohnerin unterwegs. Gesehen hammer Wale, Pinguine, Lamas, Seeelefanten, Berge, Schnee, Wüste, Fluss, Walisische Kollonien, eine echte Familie aus dem Niemandsland mit Mapuche-Oma, einen Stadtführerhund, lauter Städte (oder Dörfer?) mit jeweils nur einer asphaltierten Straße, einen wunderschönen Nationalpark und viele andere hübsche Sachen. Gemach hammer folgendes: wir sind mit nem Boot Wale Fotografieren gefahren, wir sind einen Wasserfall auf eigene Faust hochgeklettert, haben ausgeschlafen, haben uns ein Auto ausgeliehen (gefahren ist aber ein Engländer), einmal sind wir für eine halbe Stunde getrampt, weil wir den Bus verpasst haben, sind gewandert.. naja.. und Bus gefahren.
Es war echt schön, wobei ich zugaben muss, froh zu sein, wieder am aktuellen Tagesgeschehen, am Arbeitsleben und der Welt teilzuhaben. Man ist weiter südlich von BsAs doch echt abgeschirmt vom Leben und von aktuellen Informationen, von Internet, vom Handynetz....
Aber.. es war schön! Und es hat sich gelohnt. Fotos könnt ihr im Flickr anschauen.

Nun verliere ich noch ein paar Worte über mein Praktikum und dann schneide ich weiter den Film (für mein Praktikum) über und für das lateinamerikanische Netzwerk der Künste und sozialer Veränderung. Klingt cool, wat?
Also... wie gesagt, viel funktioniert hier nicht. Ich arbeite als Assistentin vond er Direktorin der Stiftung. Die ist echt gut, wenn es nicht um "Führung". Das macht sie eben nicht so gut, worunter ich manchmal leide. Zuerst hatte ich auch nur Sekretärinnenaufgaben, bis ich irgendwann den Sprung in die Unabhängigkeit geschafft habe :-) Ich arbeite jetzt auch für die Red Latinoamericana de Arte y Transformación Social (Lateinamerikanisches Netzwerk der Künste und sozialer Veränderung) un nehme manchmal an Workshops für die Kinder teil. ZUr Zeit bin ich sogar so enthusiastisch, dass ich mir vorstellen kann, so eine Art Praktikum oder Arbeit in Zukunft nochmal zu machen. Die brasilianschen Organisationen sind nämlich auch ganz vorne, super interessante Projekte, super talentierte Kinder und Jugendliche. Ich kann mir ja gerade alles beim Video Bearbeiten anschauen.

So... soweit von mir. Ich freue mich auch über eure Nachrichten. Entschuldigung, wenn ich mich lange nciht melde, das liegt dann daran, dass ich echt viel arbeite und letze Woche lags daran, dass ich von der Welt abgeschnitten war.


Liebste Grüße.. ich denke gerade etwas melancholisch an Passau und an euch! Ich freue mich, euch bald zu sehen!


Eure Vicky

2 Kommentare 26.10.07 16:05, kommentieren